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Social Media im Wahlkampf

Stefan Krattiger wurde mit 26 Jahren zum Gemeindepräsidenten gewählt, hauptberuflich arbeitet er bei der SP Schweiz als Projektleiter für E-Campaigning. Bloss Freunde auf Facebook sammeln reiche nicht, so Krattiger, „damit gewinne man keine Wahlen". Viel wichtiger sei dabei ein systematisches Vorgehen. Die Zielgruppendefinition der Kampagne und danach eine authentische Betreuung des Profils.

Krattinger entschied sich dabei die Personen (in seinem Fall waren 110 junge Leute in seiner engeren Zielgruppe) direkt mittels Freundschaftseinladung und mittels der Chat Funktion von Facebook zu kontaktieren. Dadurch entstanden diverse Diskussionen und Krattinger hatte die Möglichkeit eine persönliche Bindung zu den Jugendlichen entstehen zu lassen.

Wichtig dabei ist jedoch, dass dies auch nach dem Wahlkampf weiter betrieben wird. Nur durch ein Langfristiges Engagement können die Wähler auch an einen gebunden werden. So meinte Krattinger, es bringe nichts 2 Monate vor einer Wahl diverse Facebook Pages zu öffnen, dies sei seiner Meinung nach nicht authentisch weil es vollkommen durschaubar sei. Wichtig ist es, eine Strategie mit seinem Social Media Engagement zu verfolgen.

Der zweite Politiker welcher im Rahmen des Vortrages zu Wort kam, war Philipp Kutter.

Diese meinte, dass die eigene Website Voraussetzung sei. Allerdings stellte sich bald die Frage, wie man genügend Traffic generiert. Ein persönlicher Blog, der Versuch mit eigens gestalteten E-Cards oder auch der YouTube-Channel KutterTV funktionierten nicht wunschgemäss: Zuwenig Rückmeldungen, zu wenig Traffic. Erst der Versuch mit Facebook zeitigte wesentlich mehr Erfolg.

Im März 2011 kürte der Tagesanzeiger Kutter zum Zürcher Kantonsrat mit den meisten Facebook-Freunden. Philipp nutzte sein Facebook-Profil als Micro-Blog, unter anderem mit wohldosierten Einblicken in sein Privatleben. Durch die Statusupdates entstanden Diskussionen mit 30 bis 40 Kommentaren, was er für seine Verhältnisse als beachtlich empfand.

Dadurch entstanden für ihn viele spontane Kontakte, die er über einen Blog nicht gehabt hätte. Philipp beschrieb das Facebook-Profil auch als Instrument des Personal Brandings. Es gehe in der Politik oft nicht um die Inhalte, sondern darum, Sympathien zu schaffen. Als Grundsatz hat sich für ihn das AUA-Konzept herauskristallisiert:

  • Authentisch
  • Unterhaltsam
  • Aktuell