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Tuesday, 20 October 2009 13:25 |
Open Source - alte Grundwerte neu entdeckt
Wer einem Manne einen Fisch schenkt, gibt ihm für einen Tag zu essen. Wer ihn das Fischen lehrt, gibt ihm ein Leben lang zu essen. (Sprichwort aus China)
Die Open Source Bewegung wird, in Hinblick auf die ihr zugrunde liegende Denkweise, noch weithin unterschätzt. Während die etablierte Wirtschaft auf Konkurrenz basiert, setzt Open Source auf Kooperation, Teilhabe und Mitgestaltung.
Anders gesagt: Während die "alte" Wirtschaft, als derzeit stärkstes Subsystem der Gesellschaft, nur auf Geld gründet, schafft Open Source eine Wertschöpfung, die weit über das hinausgeht, denn: das Vermögen, gesehen als Fähigkeit oder Potenz, etwas zu tun, verringert sich nicht wenn es geteilt wird, es wird mehr. |
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Wednesday, 07 October 2009 11:37 |
Open Source, morgen
Welchen Einfluss hat der Open Source Gedanke auf eher technikferne Lebensbereiche wie etwa Politik und Kultur? Eine Frage, die bei einschlägigen Open Source Veranstaltungen immer öfter diskutiert wird.
Jean-Claude Guedon von der kanadischen Université de Montreal meint dazu:
"Die demokratischen Werte der Open-Source-Kultur rütteln die Dinge weltweit auf. (...) Das Modell ist außerordentlich attraktiv für andere Bereiche des Lebens. Beispielsweise könnten die Menschen anfangen, gemeinsam Schulbücher zusammenzustellen oder Musik zu komponieren. Die Open-Source-Kultur könnte die Kultur von einer individuellen besitzergreifenden zu einer dynamischeren Gemeinschafts-getriebenen Produktion von Wissen bewegen."
Der nächste Schritt wird sein, von einem rein computertechnisch motivierten Ansatz zu einer ganzheitlicheren Sichtweise des Open Source Gedankens zu gelangen. Mittlerweile sind ganze Baupläne für Häuser und Produktionsmaschinen frei erhältlich. Wissenschafter teilen ihre Forschungsergebnisse und beschleunigen dadurch das Zustandekommen relevanter Erkenntnisse. Künstler stellen ihre Arbeiten als Ausgangsmaterial für weitere Schöpfungen zur Verfügung - ein Schub für die Kreativen weltweit. Freie Blogs verleihen den Menschen eine Stimme, brechen das konzerngesteuerte Meinungs- und Medienmonopol auf und stärken die Zivilgesellschaft.
Die Implikationen von Open Source im Sinne der Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung sind noch nicht einmal im Ansatz abzuschätzen, zumal die Verbreitung der entsprechenden Ideen und Werkzeuge nicht linear, sondern exponentiell vonstatten geht.
Open Source - ein kooperatives Modell mit dem Zeug dazu, einen grundlegenden Wandel in unserer Lebens- und Arbeitsweise herbeizuführen? Man wird sehen... |
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Monday, 05 October 2009 11:25 |
Warum Open Source?
Die Open-Source-Bewegung ist den Kinderschuhen entwachsen und hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Faktor in der IT-Welt gemausert. Der Gesamtwert von Open Source Software in Europa wird laut einer Studie im Auftrag der Europäischen Union mit mittlerweile über 12 Milliarden Euro beziffert (Stand 2006), wobei dieser nur einen Teil der Wertschöpfung abbildet, Tendenz stark steigend. Erfolgsgeschichten wie die von Linux, Firefox oder Wordpress, um nur einige wenige zu nennen, zeigen die Vorteile der Open Source Philosophie:
- Einbeziehung beliebig vieler Entwickler - Teilung der Aufwände - kontinuierliche Verbesserungen - Unabhängigkeit des Nutzers von einer Herstellerfirma - Erweiterbarkeit - keine oder wenige Bedingungen für die Nutzung von Open-Source-Software - keine Lizenzkosten
Zwischenzeitlich findet der Open Source Begriff auch Anwendung ausserhalb der Software-Programmierung, etwa in der Demokratisierung von Wissen am Beispiel Wikipedia. Ob sich der Open Source Ansatz eignet, einen grundlegenden Paradigmenwechsel einzuleiten, was eine Neuausrichtung von Bereichen wie Wirtschaft und Wissenschaft anlangt, werden die nächsten Jahre zeigen - die Häufung aktueller Initiativen lassen in dieser Hinsicht einiges erwarten.
Weiterführender Link:
http://www.opensourcejahrbuch.de
Buchtipps:
André Spiegel: Die Befreiung der Information. GNU, Linux und die Folgen, Berlin, Matthes & Seitz, 2006 ISBN 3-88221-879-7
Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution - Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern. (Verlag Heinz Heise, 2006). ISBN 3-936931-36-4, 1. Auflage als freier Download (PDF) |
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